Meine Reise mit meinen Werten hat vor etwa sieben Jahren begonnen, so mit Anfang dreißig. Ich hab mich damals gefragt, wer bin ich eigentlich, warum bin ich so, wie ich bin, und wie möchte ich mein Leben wirklich leben. Davon erzähle ich auch im Podcast „Körper oder Karriere“. Über den kostenlosen Wertetest von Ein guter Plan hab ich mich zum ersten Mal so richtig damit auseinandergesetzt, das war um 2020, 2021. Ganz oben stand Liebe, dann Empathie, dann Gesundheit. Ein Jahr später kam noch Verbundenheit dazu, und ich hatte mir feste Gewohnheiten dazu aufgeschrieben: Ich achte auf mich. Ich sage Nein. Ich treffe mutige Entscheidungen. Ich habe Energie. Ich bin fokussiert.
Gleichzeitig war ich damals noch angestellt, und in dieser Zeit war für mich immer wieder Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit ein großes Thema, weil ich im System oft ein Stück weit gegen meine eigenen Werte gearbeitet habe. Jetzt, wo ich mich noch mal intensiver mit meinen Werten beschäftigt habe, sehe ich sehr schön, was geblieben ist: Liebe und Gesundheit waren über die Jahre erstaunlich konstant, und auch Selbstbestimmtheit ist immer wieder aufgetaucht. Mein aktueller Wertetest hat sie mir ja auch wieder ausgespuckt. Dabei hab ich gemerkt, dass es mir eigentlich nicht nur darum geht, selbst über mein Leben bestimmen zu können. Dahinter steckt für mich etwas Tieferes: Ich möchte mich in meinem eigenen Leben lebendig fühlen. Deshalb heißt mein dritter Wert heute Lebendigkeit.
Kurz gesagt: Liebe, Gesundheit, Lebendigkeit. Meine drei Werte und ihre Geschichte. Was seit meinem ersten Wertetest 2020/2021 geblieben ist, was sich gewandelt hat, und warum am Ende nicht Selbstbestimmung, sondern Lebendigkeit mein dritter Wert geworden ist.
Inhalt
Mein Wert Nr. 1: Liebe
Liebe ist für mich das höchste Gut, das wir haben. Die Quelle, aus der eigentlich alles andere kommt. Und ja, das fängt für mich nicht erst bei den großen Gesten an, sondern schon bei einem Lächeln für einen fremden Menschen, bei Dankbarkeit für das Essen auf meinem Teller, für ein Dach über dem Kopf, für die Natur, die mich umgibt. In meiner Welt glaube ich: Wenn jeder von uns in jeder Situation ein Stück mehr Liebe leben würde, würden wir die Welt im Kleinen wie im Großen besser machen können.
Aber ganz ehrlich, in der Liebe zu bleiben ist nicht immer leicht. Ich hatte letztens für meine Angebote verschiedenste Menschen angeschrieben und angefragt, ob ich ihre Räumlichkeiten für einen Workshop nutzen darf. Von allen Anfragen kam genau eine Antwort. Da wäre es leicht gewesen, in den Frust zu gehen, mir Geschichten auszudenken, warum die anderen sich nicht gemeldet haben. Stattdessen hab ich versucht, liebevoll zu bleiben und mir zu sagen, vielleicht haben die Menschen gerade andere Prioritäten, und das ist vollkommen okay. Genauso im Straßenverkehr, wenn mich mal jemand unfair überholt, oder neulich mit meinem Gartennachbarn, der am Sonntagmittag Rasen mähte und ziemlich unwirsch reagierte, als ich ihn freundlich darauf ansprach. Ich bin dann einfach eine Stunde später wiedergekommen, statt mich in der Situation festzubeißen. Der Gedanke bzw. das Gefühl der Liebe beruhigt mich und macht meine Gedanken klarer, mehr als jeder Ärger es je könnte.
Liebe heißt für mich aber nicht, alles hinzunehmen oder immer nett sein zu müssen. Ich kann Nein sagen, Grenzen setzen, anderer Meinung sein oder mich auch ärgern und einem Menschen trotzdem grundsätzlich wertschätzend begegnen. Für mich schließt das Liebe nicht aus, im Gegenteil.
In meiner Selbständigkeit zeigt sich Liebe auch darin, wie ich mit meinen Klientinnen arbeite: wertschätzend, unterstützend, ohne zu urteilen. Und das Schöne ist: Wenn ich Liebe gebe, kommt auch etwas zu mir zurück. Eine Zufriedenheit, eine Dankbarkeit, die sich einfach warm anfühlt. Liebe ist bei mir nie nur eine Ebene, sie ist vielschichtig und geht tief, tiefer als das, was man auf den ersten Blick sieht.
Mein Wert Nr. 2: Gesundheit
Gesundheit heißt für mich, gut für mich zu sorgen, für meinen Körper, meinen Geist und meine Seele gleichermaßen. Es gibt ja dieses Sprichwort, mit Gesundheit ist alles, ohne Gesundheit ist alles nichts. Und ein Stück weit erlebe ich das auch so. Wenn es mir körperlich und mental gut geht, habe ich mehr Energie und Kraft, mein Leben so zu gestalten, wie ich es möchte.
Ich habe bei mir gemerkt, dass die Signale meines Körpers deutlicher werden, wenn ich sie immer wieder übergehe. Erschöpfung, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, das kenne ich gut aus Zeiten, in denen ich einfach weitergemacht habe, für andere da war und mich dabei selbst vergessen habe. Deshalb versuche ich heute früher hinzuhören und Gesundheit nicht erst dann wichtig zu nehmen, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Dabei helfen mir ätherische Öle, Körperarbeit, gute Gedanken und viel Zeit in der Natur. Sie helfen mir, bewusster wahrzunehmen, wie es mir eigentlich gerade geht und was ich brauche. Warum mich reines Nervensystem-Regulieren mittlerweile nervt, hab ich hier ausführlicher aufgeschrieben.

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Mein Wert Nr. 3: Lebendigkeit
Lebendigkeit ist für mich ein Gefühl, kein Konzept. Schmetterlinge im Bauch, Konfetti und Luftballons – einfach dieses Kribbeln, wenn etwas genau das ist, was meine Seele zum Ausdruck bringen möchte. Ich spüre sie ganz konkret an Tagen wie letzten Dienstag, einem ganz normalen Wochentag, an dem ich mit meiner Mama eine Wandertour gemacht habe und wir danach noch entspannt im Bioladen Mittag gegessen haben. Und ich merke in solchen Momenten: Genau dafür wollte ich mein Leben anders gestalten. Ich hab mir über die Jahre wirklich verschiedene Standbeine aufgebaut, und genau das gibt mir diese Freiheit, mein Leben so zu gestalten. Das ist kein fernes Ziel mehr, das lebe ich jetzt schon.
Und Lebendigkeit muss für mich gar nichts Großes sein. Ich spüre sie beim Wandern, in der Natur, beim Yoga, wenn ich Zeit mit Menschen verbringe, die mir guttun, oder einfach in diesem Kribbeln im Bauch, wenn ich merke: Ja, das genau jetzt das richtige.
Manchmal kommt Lebendigkeit auch auf Umwegen. Letztes Jahr wurde mir aufgrund einer Umstrukturierung gekündigt, und im Nachhinein hat mich genau das wieder lebendig gemacht. Die Monate davor hatten mir in diesem Job schon viel Energie gezogen, hoher Projektdruck, ständige Ängste nicht genug Leistung zu bringen. Als die Entscheidung dann von außen kam, hab ich erst mal ein paar Wochen gebraucht, aber danach hab ich zurückgefunden zu dem, was mir wirklich Spaß macht. Für mich bedeutet Lebendigkeit auch, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann ich über meine eigenen Bedürfnisse hinweggehe, Ja sage, obwohl ich Nein meine, mich mit Menschen umgebe, die mir Energie nehmen statt geben. Selbstbestimmung ist mir dabei weiterhin wichtig. Aber für mich ist sie eher der Weg als das Ziel: Ich möchte mein Leben selbst gestalten können, damit ich mich darin lebendig fühle.
Und genau das gebe ich auch in meiner Arbeit mit meinen Klientinnen weiter: Was bringt wieder Weite? Was öffnet den Herzraum? Wo fängt jemand wieder an zu strahlen? Dieses Aufblühen bei anderen zu begleiten, das macht mich selbst lebendig. Ganz praktische Wege dahin findest du in meiner Sammlung mit 118 Tipps für Verkörperung, Verwirklichung und Freiheit. Lebendigkeit bedeutet für mich, nicht einfach nur zu funktionieren, sondern mich selbst wirklich zu spüren. Wahrzunehmen, was mich weit macht, was mir Energie gibt, was mich strahlen lässt und wovon ich mehr in meinem Leben möchte.
Was sind deine Werte?
Es ist so schön zu sehen, wie sich das über die Jahre verändert und was gleichzeitig bleibt. Deshalb lade ich dich gerne ein, selbst mal zu schauen: Was sind deine Werte? Welche lebst du vielleicht schon, ohne dass sie dir bewusst sind? Und welcher Wert ist dir wichtig, den du in deinem Alltag aber noch nicht so sehr lebst? Ich freue mich, wenn du das in den Kommentaren teilen möchtest, was dich zu dem Thema Werte bewegt.
Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass du manchmal gar nicht so genau weißt, was du eigentlich brauchst, was du fühlst oder was sich für dich stimmig anfühlt, kann mein kostenloses Workbook „Die Kraft deines Körpers“ ein nächster Schritt für dich sein. Du bekommst es direkt per Mail, wenn du dich für meinen Newsletter „Newsletter mit Herz“ anmeldest, mit Inspirationen und Impulsen rund um Embodiment, ätherische Öle und Positive Psychologie. Hier geht’s zur Anmeldung 🤍




